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Streuwerbeartikel erfassen

Streuwerbeartikel sind kleine Werbeartikel, die du an eine Vielzahl von Personen verteilst, um auf dein Unternehmen aufmerksam zu machen. Typische Beispiele sind Kugelschreiber, Feuerzeuge oder andere kleine Artikel mit deinem Firmenlogo. Auch geringwertige Warenproben können darunter fallen. Streuwerbeartikel mit einem Wert von bis zu 10 Euro werden steuerlich nicht wie klassische Geschenke behandelt. Deshalb musst du bei der breiten Verteilung dieser Werbemittel die einzelnen Empfänger nicht namentlich dokumentieren.

Was zählt als Streuwerbeartikel?

Entscheidend ist der Werbezweck: Du verteilst die Artikel an viele Personen, um den Bekanntheitsgrad deines Unternehmens zu erhöhen. Die Artikel sind damit Werbemittel und keine persönlichen Geschenke an einzelne Geschäftspartner. Typische Streuwerbeartikel sind zum Beispiel:

  • Kugelschreiber mit Firmenlogo
  • Feuerzeuge
  • andere geringwertige Werbeartikel
  • geringwertige Warenproben

Die 10-Euro-Grenze für Streuwerbeartikel ist von der steuerlichen Grenze für Geschenke an Geschäftspartner zu unterscheiden. Für Geschenke an Personen, die keine Arbeitnehmer sind, gilt aktuell eine Freigrenze von 50 Euro pro Empfänger und Wirtschaftsjahr.

 

Streuwerbeartikel oder Geschenk?

Nicht jeder Werbeartikel ist automatisch ein Streuwerbeartikel. Gibst du einem bestimmten Geschäftspartner gezielt ein höherwertiges Präsent, können die steuerlichen Regelungen für Geschenke greifen. Prüfe deshalb vor der Erfassung:

  • Handelt es sich um einen geringwertigen Werbeartikel?
  • Wird der Artikel breit an viele Personen verteilt?
  • Oder erhält eine bestimmte Person gezielt ein Geschenk?

Bei Unsicherheiten zur steuerlichen Einordnung wende dich an deinen Steuerberater.

 

Muss ich die Empfänger dokumentieren?

Bei Streuwerbeartikeln bis 10 Euro ist aufgrund der breiten Verteilung keine namentliche Aufzeichnung der einzelnen Empfänger erforderlich. Auch die amtlichen Hinweise zur Einnahmenüberschussrechnung sehen eine Erleichterung bei geringwertigen Werbeträgern wie Kugelschreibern oder Taschenkalendern vor: Besteht aufgrund der Art des Gegenstands die Vermutung, dass die maßgebliche Geschenkgrenze beim einzelnen Empfänger nicht überschritten wird, ist dessen Name nicht erforderlich.

 

So erfasst du Streuwerbeartikel

Erfasse den Einkauf deiner Streuwerbeartikel anhand des dazugehörigen Belegs als Betriebsausgabe. Achte dabei darauf, dass du die passende Ausgabenkategorie für Werbeartikel bzw. Werbegeschenke auswählst. Welche konkrete Kategorie oder welches Konto du verwendest, hängt unter anderem von deinem Kontenrahmen und der steuerlichen Einordnung des Vorgangs ab. Wende dich im Zweifelsfall an deinen Steuerberater.

Zur Anleitung: Ausgaben erstellen und zuordnen